WDR5

Neugier genügt

HühnerhaltungMit Sabine Brandi Feature: Hühnerhaltung in der Stadt; Redezeit mit Doris Dörrie, Filmregisseurin und Schriftstellerin: "Welten, die man in sich trägt" zur vollen Stunde WDR aktuell
Dienstag 04:03 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Alltag in der Steinzeit

So lebten die frühen Menschen - Nahrung, Technik, Kultur, Sex, Religion (2). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Vor 300.000 Jahren entwickelte sich in den Weiten Afrikas der moderne Mensch. Seither haben etwa 15.000 Generationen die kulturelle Evolution des Menschen vorangetrieben. Der Homo Sapiens schuf die Bibel und die Bhagavad Gita, die Shakespearschen Dramen und die Bachschen Orchesterwerke, den "Faust", den "Zauberberg" und die Revolutionen der Zwölftonmusik und des Bebop. Auch auf technologischem und wissenschaftlichem Gebiet legte die Menschheit in den letzten Jahrhunderttausenden eine stürmische Entwicklung zurück - von der Entwicklung des Faustkeils über die pythagoräische Mathematik bis hin zur Quantentheorie. Wie aber lebten unsere frühen Vorfahren in der Alt-, Mittel- und Jungsteinzeit? Wie waren die archaischen "Jäger-und-Sammler"-Gesellschaften organisiert, die sich ab etwa 50.000 v. Chr. langsam über den ganzen Erdball ausbreiteten? Wie groß waren die Gruppen, in denen unsere Ahnen zusammenlebten? Wovon ernährten sie sich? Lebten sie monogam? Führten sie Krieg gegeneinander? Wie gestalteten sich ihre religiösen Vorstellungen? Und welche Veränderungen brachte die Erfindung der Landwirtschaft mit sich, die vor zehn- bis zwölftausend Jahren, vom Vorderen Orient ausgehend, eine völlig andere Art des Zusammenlebens etablierte? Die moderne Forschung bemüht sich um Antworten auf all diese Fragen - mit den Mitteln der DNA-Analyse und anderen avancierten Methoden. Auch wenn vieles Spekulation bleiben muss in der Erforschung der Ur- und Frühgeschichte, eines ist sicher: Die Menschen der Steinzeit waren uns in vielem ähnlicher als manche heute glauben.
Dienstag 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

HerderDas Viergestirn aus Weimar Wieland, Goethe, Herder und Schiller Herder Eine Urenkelin entdeckt den Dichter Das Kalenderblatt 22.10.1797 Erster Fallschirmsprung aus Heißluftballon Von Herbert Becker Das Viergestirn aus Weimar - Wieland, Goethe, Herder und Schiller Autor und Regie: Martin Trauner Wie konnte es passieren, dass vier der größten Dichter und Denker ihrer Zeit in der beschaulichen Stadt Weimar landeten? - Fast Tür an Tor lebten Christoph Martin Wieland, Johann Wolfgang Goethe, Johann Gottfried Herder und Friedrich Schiller in der thüringischen Residenzstadt. Das sogenannte "Viergestirn" ist der geschickten Kulturpolitik von Anna Amalia und ihrem Sohn und Nachfolger Carl August zu verdanken. Sie statteten die Dichter mit gut dotierten Ämtern an ihrem Weimarer Musenhof aus und ließen sie ihren Gedanken nachgehen. - Gedanken über Literatur, die Kunst der alten Griechen und über Humanität. Spätere Generationen bezeichneten diese Zeit als die Epoche der "Deutschen Klassik". Heute ist man zurückhaltender: Heute kennt man die geistig so fruchtbaren Jahre Ende des 18. Jahrhunderts allerhöchstens noch als die "Weimarer Klassik". Wenn überhaupt ... Herder - Eine Urenkelin entdeckt den Dichter Autorin: Jenny von Sperber / Regie: Martin Trauner "Man braucht keine Kirche, um zu beten. Auch in der Natur kann ich Gott nah sein." Das soll ein Pfarrer gesagt haben, ein Kirchenmann? Noch dazu im 18. Jahrhundert? Johann Gottfried Herder hätte damit wohl nicht sonderlich viele Menschen in seine Weimarer Stadtkirche gelockt, die heute Herderkirche heißt. Und trotzdem: Diesen Satz soll er gesagt haben - laut meinen Großeltern Herder. Der berühmte Theologe, Dichter und Denker der Weimarer Klassik ist nämlich mein Ururururgroßvater. Und trotzdem habe ich ihn bis heute nicht wirklich verstanden. Was war sein Anliegen? Wofür steht Herder? Er war einer der wichtigsten Schriftsteller der Aufklärung. Und trotzdem könnte ich kein Buch von ihm nennen. Das Einzige, was mir immer wieder in den Kopf kommt ist dieser Satz von Gott in der Natur. Hat er ihn wirklich gesagt? Wissenschaftler und Interessierte rund um den Globus beschäftigen sich mit Herders komplizierten Gedanken, mit seiner Geschichts- und Kulturphilosophie, seiner Sprachforschung. Sie organisieren sich in Herdergesellschaften, treffen sich und diskutieren. Diese Kenner meines Ururururgroßvaters frage ich nach ihm. Ich möchte herausfinden: Hat er das wirklich gesagt? Und wenn ja: Was zeigt uns das über ihn und sein Lebenswerk? Moderation: Christian Schuler Redaktion: Andrea Bräu
Dienstag 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Die Wiener Werkstätte

wiener werkstätteGeschichte einer Kunst- und Designbewegung (2). Gestaltung: Nikolaus Scholz Die "Wiener Werkstätte" (WW) entstand 1903 auf Initiative des Architekten Josef Hoffmann, dem Maler und Designer Koloman Moser und dem Textilfabrikanten und Mäzen Fritz Waerndorfer. Ziel war es nach englischem Vorbild der Arts Crafts Bewegung der industriellen Massenproduktion und dem erstarrten Historismus mit zeitgenössischen, kunsthandwerklichen Qualitätsprodukten entgegenzuwirken. Die künstlerische Bewegung, die eng mit der Wr. Sezession und der Kunstgewerbeschule zusammenarbeitete, stand für eine revolutionäre Neuinterpretation des Kunstgewerbes und die Abkehr der industriellen Nachahmung vergangener Stile. In ihrer zeitgenössischen Formensprache mit Hang zu Dekoration und Sinnlichkeit, verfolgte die WW auf konsequente Weise die ästhetische Durchdringung in sämtliche Lebens- und Alltagsbereiche. Mit Josef Hoffmann, Koloman Moser, Carl Otto Czeschka, Otto Prutscher und Dagobert Peche als kreative Designer, wurde die WW in ihrer Blütezeit mit Verkaufsstellen in Berlin, Karlsbad, Köln, Marienbad, New York, Wien und Zürich zur internationalen Marke mit eigenständigem "wienerischen" Stil. Dennoch gelang es der WW nicht, sich den internationalen Markverhältnissen anzupassen und der Depression der Weltwirtschaftskrise zu entgehen. 1932 kommt es zum Bankrott der WW, das gesamte Warenlager wird versteigert und beim Handelsgericht Wien die Liquidation der WW angezeigt.
Dienstag 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Herbert PixnerErnst Molden, Herbert Pixner, EsRAP, Leyya (2). Gestaltung: Thomas Mießgang, Walter Gröbchen, Al Bird Sputnik, Astrid Schwarz Im Januar 2017 hat das Radiokolleg eine Langzeit-Serie zur Geschichte der österreichischen Popmusik gestartet. Von Ambros bis Yung Hurn, von Danzer bis Wanda wird das Leben und Werk einzelner Musiker/innen und Bands dokumentiert, ihre Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft reflektiert und ihr Beitrag zu einer kritischen Gegenkultur gewürdigt. *Herbert Pixner - Alpenkönig und Menschenfreund* Man kann nicht sagen, dass Herbert Pixner der unbekannteste Superstar des Landes wäre. Aber, sicher ist: aus dem Blickwinkel der Wiener Musik-Hemisphäre sind Hubert von Goisern, , , die Seeer, Poxrucker Sisters und wie sie alle heißen mögen. Sie merken: wir bewegen uns im Schnittfeld von Pop (eventuell gar: Austropop), volkstümlicher Musik, Volksmusik und World Music - einem nicht ganz einfachen, aber in Österreich besonders intensiv bestellten und weithin fruchtbaren Terrain. Herbert Pixner ist - nicht nur in diesem Kontext - längst zu einem der populärsten Künstler herangereift, egal, ob mit seinem "Projekt" oder in einer von unzähligen Kollaborationen. Eigentlich ist Pixner ja Südtiroler, geboren 1975 in Meran - aber überall zugange, wo man vom Passeier Tal bis Colorado, von Bozen bis Innsbruck die Bergwelt und ihr spezielles Lebensgefühl kennt. Der gelernte Tischler agiert seit Anfang des Jahrtausends als Musiker, Musiklehrer, Komponist, Bandleader und Interpret, zunächst mit Gruppen wie Die Hoamstanzer, Lechner-Krer-Pixner Trio, Legendary St. Pauls Tschässbänd und der Südtiroler Tanzlmusig, später mit seinem eigenen Trio und der aktuellen "Projekt"-Formation (seit 2007). Vor sieben Jahren übernahm Herbert Pixner die musikalische Leitung des Festivals "Vertikal-Horizontal" in Neukirchen am Großvenediger. 2013 wurde er Intendant des Spielberg-Musikfestivals in der Steiermark. Seit 2014 ist er auch Betreiber des eigenen Labels Three Saints Records. "Herbert Pixner versteht es wie kaum ein anderer, den Spagat zwischen traditioneller Volks- und innovativer Weltmusik zu spannen", lobt ihn sein "Heimatsender" Servus TV, wo der Musiker auch Gastgeber einer speziellen Musiksendung ("Pixners Backstage") war. Dem Ausnahmemusiker und Multiinstrumentalisten (Diatonische Ziehharmonika, Klarinette, Trompete, Flügelhorn, Saxophon) gelingt es immer wieder, zusammen mit seinen Bandmitgliedern Werner Unterlercher (Kontrabass), Heidi Pixner (Tiroler Volksharfe) und Manuel Randi (Gitarren/Klarinette) einen völlig unverwechselbaren Musikstil zu kreieren und weiter zu entwickeln. "Herbert Pixner lässt seine Zuhörer beinahe atemlos zurück", konstatierte die "Süddeutsche Zeitung".
Dienstag 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

HeimatkrimiHeimatkrimi Tod unterm G"weih Warum lieben wir Krimis? Tödliches Verlangen auf dem Sofa Das Kalenderblatt 22.10.1797 Erster Fallschirmsprung aus Heißluftballon Von Herbert Becker Heimatkrimi - Tod unterm G"weih Autor und Regie: Martin Trauner Deutschland muss ein mordslustiges Land geworden sein. - War das große Verbrechen in früheren Zeiten bedeutenden Städten wie Venedig oder Chicago vorbehalten -, nun hat Mord, Totschlag, Raub und Erpressung in die deutsche Provinz Einzug gehalten. Und dann wird ermittelt auf Metapher komm raus von Unterjettenberg bis Norddeich, vom oberbayerischen maulfaulen Kommissar bis zur plappernden niederdeutschen Haushaltshilfe. Der Regionalkrimi, vulgo "Heimatkrimi", hat mit seinen lokalkolorierten Geschichten die deutsche Kriminalliteratur wiederbelebt. Die meisten der Regionalkrimis werden zwar nur in der Region gekauft, wo ihre Akteure beheimatet sind, einige freilich entpuppen sich als nationale Millionenseller. Warum lieben wir Krimis? - Tödliches Verlangen auf dem Sofa Autorin: Daniela Remus / Regie: Eva Demmelhuber Ob an der Küste, in den Bergen, im Ruhrgebiet oder an der Isar, kein Abend vergeht, ohne dass in einer Region gemordet wird. Statistiker haben errechnet, dass jährlich im deutschen Fernsehen Tausende von Morden, Vergewaltigungen und Raubüberfällen stattfinden. Krimis und Psychothriller locken die Zuschauer vor die Bildschirme und ins Kino, Kriminalromane bescheren den Buchläden Rekordumsätze und die verkaufsschwachen Print-Medien erschließen sich neue Leser, indem sie Crime-Hefte mit authentischen Fällen auf den Markt bringen. Woran liegt das? Fasziniert der ewige Kampf Gut gegen Böse? Oder befriedigt ein Krimi mit der Aufklärung des Verbrechens das Gerechtigkeitsbedürfnis? Geht es ganz banal um Spannung, um eine Angstlust, wie Psychologen vermuten, weil Gewalt im täglichen Leben fast nicht mehr präsent ist? Oder schaffen Krimis Orientierung in einer unübersichtlich erscheinenden Welt, weil das Böse in der Regel zur Strecke gebracht wird? Moderation: Michael Zametzer Redaktion: Susanne Poelchau und Andrea Bräu
Dienstag 15:05 Uhr

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Ö1

Tonspuren

Roger WillemsenÜber meine Leichen. Späte Hommagen. Von Philip Scheiner Der Erste war H.C. Artmann. Der Letzte, bisher, Roger Willemsen. Über die vergangenen zwanzig Jahre haben sich zwei Handvoll Störfälle in der journalistischen Matrix des Feature-Autors ereignet. Künstler, über die oder mit denen er Sendungen geplant hatte, verstarben in unnatürlich anmutender Häufung. Als Neuling im Radio gedachte er, das Genre Feature mit einem Porträt des Dichters Artmann zu bereichern. Wenige Wochen nach Beschlussfassung war Artmann tot. Der Nächste: Ernst Jandl. Derselbe Tathergang, Todesursache offiziell: Altersschwäche. Dann lernte Scheiner den Sprachkünstler Christian Loidl kennen. Sie wurden Freunde. Das Vorhaben: ein Feature. Das war im Herbst. Im Dezember sprang Loidl aus dem Fenster. Der Totenvogel ist seither nicht wissentlich gelandet. Die Korrespondenz mit Roger Willemsen liest sich makaber. Er war der vorerst Letzte in einer Reihe von Männern, die Scheiner buchstäblich auf dem Gewissen hat.
Dienstag 16:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

Die Freiheit der anderen Libanesische Frauen und ihre Dienerinnen Von Charlotte Bruneau und Stephanie Rohde Regie: Hüseyin Michael Cirpici Produktion: Dlf 2019 Ist libanesischen Frauen ein einigermaßen emanzipiertes Leben erst möglich durch die Unterdrückung ausländischer Frauen? - Im Libanon arbeiten über 250.000 Dienstmädchen aus Asien und Afrika. Hinter geschlossenen Türen leben sie unter sklavenartigen Bedingungen. Sie haben oft keinen Tag im Monat frei, die meisten dürfen das Haus alleine nicht verlassen, müssen ihren Reisepass abgeben und werden nicht selten geschlagen oder durch Essensentzug bestraft. Sie können ihr Dienstverhältnis nicht kündigen. Wenn sie weglaufen, werden sie als Illegale von der Polizei gesucht. Jede Woche stirbt mindestens ein Dienstmädchen durch unbekannte Ursachen. Diese Zustände gelten zwar auch im Libanon selbst als problematisch, dennoch ist das sogenannte Kafala-System fest in der Gesellschaft verankert. Für den Haushalt sind die Frauen verantwortlich. Unterstützung für die Pflege von Angehörigen oder die Kinderbetreuung gibt es kaum vom Staat. Deshalb stellen libanesische Frauen aus allen Schichten und Religionsgruppen billige Arbeitskräfte ein - nicht nur wenn sie selbst arbeiten gehen wollen. Die Gesellschaft erwartet von den Frauen eine strenge Hand bei der Führung ihrer Angestellten. Entsprechend hart gehen sie mit den Dienstmädchen um, die sie gleichzeitig nicht selten als ihre Tochter bezeichnen. Wie bewegen sich libanesische Frauen in diesem Spannungsverhältnis? Wie weit sind sie bereit zu gehen, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen? Ist die Unterdrückung einer anderen Frau der Preis für die eigene Freiheit? Die Freiheit der anderen
Dienstag 19:15 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

TreuhandAlle auf die Treuhand Warum eine abgeschaffte Behörde für Deutschlands Missstände herhalten muss Von Sabine Adler 30 Jahre nach dem Fall der Mauer scheint sich der Graben zwischen Ost und West wieder zu vertiefen. Kriminelle Wessis hätten mithilfe der Treuhandanstalt den Osten plattgemacht, Konkurrenten ausgeschaltet, sich Filetstücke unter den Nagel gerissen, heißt es. Linkspartei und AfD wollen einen weiteren Untersuchungsausschuss zum Thema ,Treuhand". Auf die Behörde, die es seit 25 Jahren nicht mehr gibt, prügeln heute viele ein: Ostdeutsche, die sich als Bürger zweiter Klasse fühlen, die die Stilllegung ganzer Industrieregionen nicht verwunden haben. Westdeutsche, mit deren Steuergeldern die Privatisierung nach dem Ende der DDR bezahlt wurde und die die Dankbarkeit der Ossis vermissen. Wenig Licht fällt dabei auf heute international erfolgreiche ostdeutsche Unternehmer, die auch mit Hilfe der Treuhand und hohem persönlichen Risiko einen Neuanfang schafften.
Dienstag 19:30 Uhr

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NDR kultur

Feature

Bettina Wegner30 Jahre Mauerfall - Ziemlich unkontrollierbar Die Liedermacherin Bettina Wegner Von Daniel Guthmann und Christian Buckard DLF 2016 Im Westen ist die deutsche Liedermacherin Bettina Wegner vor allem für ihre Liedzeile "Sind so kleine Hände" berühmt. Für die Menschen im Osten Deutschlands ist die Sängerin eine Ikone des Widerstands gegen die SED-Diktatur. Die beiden Autoren nähern sich dem Menschen jenseits der Legende an: einer Frau, die bis heute singt, sagt und tut, wozu sie Lust hat. Traurig ist sie sowieso. Aber auch rebellisch und humorvoll. Und neugierig. Auch auf ihre eigene Geschichte: Nach der Wiedervereinigung lernt sie jenen Stasi-Offizier kennen, der den "operativen Vorgang" gegen sie und ihre Familie geleitet hatte. Sie finden das Feature in der ARD Audiothek. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter Feature
Dienstag 20:00 Uhr

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Bayern 2

Nachtstudio

FälschungenDas Falsche ... Feature Über Fälschungen, Fehler und große Kunst Von Andreas Ammer Lange dachten wir, die Geschichte der Menschheit sei ein einziges Streben zur Wahrheit. Dann brach plötzlich das postfaktische Zeitalter an, in dem wir gerade leben. Seitdem wird der Wert von Nachrichten nicht an ihrem Wahrheitsgehalt gemessen, sondern an ihrer Wirkkraft. Seit 2016, dem Jahr in dem die Brexit-Kampagne und die Wahl des amerikanischen Präsidenten mit gefälschten Fakten geführt und gewonnen wurden, geht es in der politischen Auseinandersetzung nicht mehr darum, Recht zu haben, und die Wahrheit zu sagen, sondern darum, die bessere Geschichte zu verbreiten. Das Wiederlegen der Behauptung, dass Barack Obama nicht in Amerika geboren sei, führt nicht dazu, dass diese Behauptung folgenlos bleibt. Die Behauptung, die Mondlandung sei eine Fälschung, ist so erfolgreich wie die These, dass schlappe 300 Jahre (von 614-911) eine reine Erfindung darstellen. Aber woran erkennen wir das Falsche? Und ist alles Falsche gleich ein Fake? In der Musik ist ein "falscher Ton" zwar leicht zu erkennen, kann aber dennoch Kunst sein: "Dont fear mistakes. There are none" (Miles Davis). BR 2019
Dienstag 20:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

cannabisMenschen und Substanzen Take half a hit Cannabis in Kalifornien Von Martina Groß Regie: Guiseppe Maio Mit: Meike Rötzer, Alexander Radzun, Christoph Gawenda, Eva-Maria Kurz, Marina Frenk Ton: Michael Kube Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019 Länge: 50"37 (Ursendung) Die Legalisierung von Cannabis in Kalifornien bringt eine neue Konsumkultur hervor. Der klassische Kiffer weicht dem neuen Hipster, und das Gewerbe professionalisiert sich. Eine skeptisch-neugierige Ortserkundung. Kiffen ist auch nicht mehr, was es mal war. Seit Cannabis in Kalifornien legalisiert wurde, sind die Dispensaries sortiert wie Boutiquen: Kekse, Drops, Marihuana Pesto mit einem Schuss Chardonnay. Oder lieber als Gleitcreme? Sie animieren nicht den Stoner zur Volldröhnung, sondern die berufstätige Mutter zur kleinen Auszeit - "take half a hit". Geht da eine Gegenkultur verloren? Müssen wir neu nachdenken über das Verhältnis von Drogen und Gesellschaft? Fragt sich Martina Groß, die seit Langem alternative Lebensmodelle an der Westküste erkundet. Martina Groß, 1963 in Berlin geboren, studierte Germanistik, Soziologie und Publizistik, seit 1997 Feature-Autorin. Ihre Sendung "Noch zehn Sekunden. Die amerikanische Radiopionierin Elsa Knight Thompson" (Dlf 2010) wurde mit dem Juliane Bartel Medienpreis ausgezeichnet, "Lynne Stewart, eine amerikanische Geschichte" (Dlf/NDR 2011) für den Liberty Award 2013 nominiert. Zuletzt u.a. "Obamas verlorene Graswurzelbewegung. Die verpasste Chance?" (Dlf 2018) und "Mississippi Revisited - Auf den Spuren der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung" (WDR 2019). Für Deutschlandradio: "God save the queen" (2002) und "This Little Light" (2018). Take half a hit
Dienstag 22:03 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

Wiener WerkstätteAlltag in der Steinzeit. So lebten die frühen Menschen - Nahrung, Technik, Kultur, Sex, Religion (2). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Die Wiener Werkstätte. Geschichte einer Kunst- und Designbewegung (2). Gestaltung: Nikolaus Scholz Lexikon der österreichischen Popmusik. Ernst Molden, Herbert Pixner, EsRAP, Leyya (2). Gestaltung: Thomas Mießgang, Walter Gröbchen, Al Bird Sputnik, Astrid Schwarz
Dienstag 22:08 Uhr

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