Tagestipps im Radio

Tagestipps

Sonntag 18:00 Uhr HR2

Die Kinder von Station 19 | Marie von Kuck

Auf der Suche nach den Opfern einer Verwahrpsychiatrie Überall in der DDR fristeten Tausende psychisch Kranke und geistig Behinderte auf Verwahrstationen ein menschenunwürdiges Dasein. Die Autorin lernte 1990 als Hilfskraft die Kinderstation in Altscherbitz kennen. Bei der Suche nach den Kindern von damals stieß sie auf eine Mauer des Schweigens.

Sonntag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Nachspiel

Gleichberechtigung als Mythos Struktureller Rassismus im Sport Von Ronny Blaschke Das Thema Rassismus wird im Sport meist auf die extreme Rechte reduziert. Doch seit Jahrzehnten ist der Rassismus tief in den Strukturen verankert. Viele Menschen glauben, dass afroamerikanische Basketballer aus genetischen Gründen höher springen können und dass Läufer aus Subsahara-Afrika mehr Ausdauer haben. Laut einer Studie assoziieren Fußballkommentatoren schwarze Spieler überdurchschnittlich oft mit Kraft und Athletik, während sie weiße Spieler mit Intelligenz und Disziplin verbinden. In vielen Sportligen sind schwarze Athletinnen und Athleten überrepräsentiert, aber in den Trainerstäben und Führungsgremien kommen sie kaum vor. Erst seit Kurzem vernetzen sich Sportler und Aktivisten, um über Symbolik hinaus auf Rassismus aufmerksam zu machen. Was könnten nun die nächsten Schritte für einen substanziellen Antirassismus sein?

Sonntag 18:20 Uhr SWR2

SWR2 Hörspiel

Solaris (2/2): Der Ozean Zum 100. Geburtstag von Stanislaw Lem Nach dem gleichnamigen Roman von Stanislaw Lem Mit: Oliver Stokowski, Maria Simon, Bernhard Schütz, Hans Peter Hallwachs, Markus Scheumann, Hilmar Eichhorn, Thomas Rühmann, Lena Stolze, Hansjürgen Hürrig, Claus Hahn Musik: Mario Schneider Hörspielbearbeitung und Regie: Peter Rothin (Produktion: MDR 2006) Der Astronaut Kris Kelvin versteht schließlich, warum die Crew der Raum-Station des Planeten Solaris sich so seltsam verhält: Jeder von ihnen hat einen höchst persönlichen "Gast", den offenbar der planetarische Organismus auf Grundlage der Gedächtnismuster der Menschen an Bord der Station erschaffen hat: Schatten ihrer Vergangenheit, die Schuldgefühle und Ängste auslösen. Kelvin wird von seiner ehemaligen Geliebten heimgesucht, die seinetwegen Suizid begangen hatte. Als die anderen Forscher einen Plan entwickeln, wie die "Gäste" beseitigt werden können, versucht er den Plan zu sabotieren.

Sonntag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Der Abgrund - Ein richtungsloses Augenblicksdrama Nach dem Theaterstück von Raymond Federman Übersetzung aus dem Amerikanischen: Gaby Hartel Regie: Ulrike Brinkmann Komposition: Kim Kübler Ton und Technik: Thomas Monnerjahn, Marion Groth Produktion: DeutschlandRadio Berlin 1997 Länge: 71"32 Jeden Tag treffen sich Buvard und Papier an der Klippe über dem Abgrund und spielen Karten. Kommt jemand, um zu springen, unterbrechen sie ihr Spiel. Eine willkommene Abwechslung. Dennoch, auch sie kennen den Wunsch, sich einfach hinabzustürzen. Raymond Federman hat einmal bekannt, dass ihn nur die "verbalisierte, wiedererzählte Fassung meines Lebens, nicht das ursprüngliche Ereignis" interessiere: Dieses wiedererzählte Leben kann verschiedenste Formen durchlaufen. Federman ist als Autor ein heiterer Spieler, dem die Schwermut in den Knochen steckt. Sein "richtungsloses Augenblicksdrama" hat er seinem Freund Samuel Beckett gewidmet. Wie können die beiden Protagonisten Buvard und Papier, die sich tagtäglich an einer Klippe treffen, ihrem Schwindelgefühl und ihrer eigenen Todessehnsucht entkommen? Vielleicht indem sie einen anderen für sich springen lassen? Raymond Federman (1928-2009), in Paris geboren, war ein französisch-amerikanischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler. Als Kind überlebte er, versteckt in einem Schrank, die Deportation nach Auschwitz. Nach seiner Emigration in die USA arbeitete er zunächst als Gelegenheitsarbeiter und Jazz-Saxophonist. Im Koreakrieg war er Übersetzer bei der US-Army. 1953 wurde er amerikanischer Staatsbürger. Er promovierte über Samuel Beckett, mit dem er befreundet war, und lehrte an Universitäten in den USA und Europa. Hörspiele u.a. "Die Nacht zum 21. Jahrhundert" (BR/SR 1989), "Die Stimme im Schrank" (BR/SR 1990), "Die Farm" (Deutschlandradio Kultur 2005) und "My Body in Nine Parts" von Raymond Federman (Deutschlandradio Kultur 2008, Prix Italia 2009). Der Abgrund - Ein richtungsloses Augenblicksdrama

Sonntag 20:04 Uhr WDR5

Dok 5 - Das Feature

Die Milliarden der kalten Hand Zeit für eine neue Debatte über die Erbschaftsteuer Von Heiner Wember und Frank Christian Starke Produktion: WDR 2019

Sonntag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Freistil

Zwischen Science und Fiction UFOs, Aliens und der Erstkontakt Von Joachim Palutzki Regie: Susanne Krings Produktion: Deutschlandfunk 2021 Lichter am Nachthimmel, ein mysteriöses Wummern, kleine Explosionen. UFOs? Aliens? Wer weiß. Unbekannte Flugobjekte und exotische Außerirdische faszinieren die Menschheit. Sie beflügeln die Fantasie und bilden in der Popkultur ein eigenes Genre. In den verschiedensten Bereichen ist das UFO als Phänomen präsent. Es ist Gegenstand soziologischer Untersuchungen und Motiv für Verschwörungstheoretiker. Für die einen sind UFOs ein Heilsversprechen, für die anderen eine Bedrohung. In selten Fällen sind sie sogar eine physikalisch messbare Erscheinung. UFOs und die Vorstellung von außerirdischen Besuchern sind zum festen Bestandteil der modernen Mythologie geworden. UFOs und Aliens begegnen uns in Science-Fiction-Filmen und in der Erforschung von flüchtigen Erscheinungen am Himmel. UFOs, Aliens und der Erstkontakt

Sonntag 22:00 Uhr HR2

Hörspiel | türken, feuer von Özlem Özgül Dündar

Der Brandanschlag von Solingen 1993 - eine literarische Auseinandersetzung Am 29. Mai 1993 kommen in Solingen fünf Menschen türkischer Abstammung bei einem Brandanschlag ums Leben. Eine von ihnen ist Gürsün Inçe, die sich für ihre dreijährige Tochter opfert, als sie mit ihr aus dem Fenster springt. Das Hörspiel gibt ihr eine Stimme.

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